Neuerungen im Steuerrecht 2020

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Jahressteuergesetz 2019

Die Förderung der Elektromobilität ist auch Gegenstand des Jahressteuergesetzes 2019. Geplant ist u. a. die Anschaffung kleiner und mittelgroßer elektrisch betriebener Nutz- oder Lieferfahrzeuge steuerlich zu fördern. Steuerpflichtige, die innerhalb der nächsten 10 Jahre (von 2020 bis Ende 2030) solche Fahrzeuge anschaffen, können zusätzlich zur regulären Abschreibung eine Sonderabschreibung von 50 % der Anschaffungskosten im Jahr der Anschaffung geltend machen. Die Bemessungsgrundlage für die private Nutzungsversteuerung reiner Elektrofahrzeuge (inländischer Listenpreis des Fahrzeugs) wurde auf 0,25 % gesenkt (gilt für Fahrzeuge mit Anschaffungskosten bis zu € 40.000,00). Für Verbrennungsfahrzeuge bleibt es bei 1 % des inländischen Listenpreises. Außerdem können Arbeitgeber ab 2020 das Jobticket mit 25 % pauschal versteuern. Es entfällt dann beim Arbeitnehmer die Anrechnung auf die Entfernungspauschale.

Höhere Grundfreibeträge, Steuertarif

Der maßgebliche Grundfreibetrag steigt ab 1.1.2020 von € 9.168,00 auf € 9.408,00 bzw. € 18.816,00 bei Zusammenveranlagung. Die Tarifeckwerte für das Jahr 2020 steigen in der ersten Stufe von € 9.169,00 auf € 9.409,00. Die höchste Progressionszone (3. Tarifzone mit einem Steuersatz von 42 %) beginnt in 2020 ab einem zu versteuernden Einkommen von € 57.052,00 (2019: € 55.961,00).

Sozialversicherungs-Rechengrößen 2020

Für 2020 gelten folgende Rechengrößen (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2020): Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung West € 6.900,00/Monat bzw. € 82.800,00/Jahr bzw. Ost € 6.450,00/Monat bzw. € 77.400,00/Jahr. Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung (West und Ost) € 4.687,50/Monat bzw. € 56.250,00/Jahr. Die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung beträgt € 5.212,50/Monat bzw. € 62.550,00/Jahr.